Neue Kirche für die Gemeinde Pinneberg

Nach rund 100 Jahren Gemeindeleben und 61 Jahren Kirche in der Friedrich-Ebert-Straße bekommen die Pinneberger Kirchenmitglieder nun ein neues Kirchengebäude. Die alte Kirche war sanierungsbedürftig und entsprach sowohl baulich als auch funktional nicht mehr den heutigen Anforderungen an ein aktives Gemeindeleben.

Die Idee

Die Idee, für den Kirchenneubau geht von einem Gebäude mit zwei Baukörpern unterschiedlicher Höhe aus. Die zum Einsatz kommenden Baumaterialen wie die dunkle Zinkverkleidung des Sakralbaus und die helle, sandfarbene Fassade mit den großen Fensterflächen des Nebengebäudes sollen sich klar unterscheiden und gleichzeitig eine Einheit bilden.

Der Hauptteil mit dem Kirchensaal wird mit seinen achteinhalb Metern eine eindrucksvolle Bauhöhe erreichen und durch seine elliptische Form besonders herausgearbeitet. Er dient in erster Linie als Ort für den Gottesdienst in dem die Menschen zusammen kommen um Gott anzubeten, ihn zu loben und ihm zu danken. Genauso versammeln sie sich um Gottes Wort zu hören und die Sakramente, wie das heilige Abendmahl, zu empfangen. So ist der Gottesdienst eine Begegnungsstätte zwischen Gott und den Menschen. Die eher schlichte Gestaltung des Sakralraums, der Lichteinfall durch einfarbig bunte Seitenfenster und über Deckenoberlichter kombiniert mit einer hellen Einrichtung sollen angenehm wirken und Gottes Nähe betonen.

Die Nutzung von Stühlen, nicht wie sonst üblich Bänken, im Kirchensaal soll für eine größtmögliche Flexibilität sorgen und bis zu 170 Gottesdienstbesuchern Platz bieten. Das gesamte Kirchengebäude wird barrierefrei auf einer Ebene ausgeführt. Lediglich im hinteren Teil des Kirchensaals wird es eine Orgelempore geben, die über eine schlichte Wendeltreppe zu erreichen ist und eine perfekte Position für eine mechanische Pfeifenorgel bietet.

Viel Raum

Der niedrigere, von vorne eckig wirkende, Bauteil beinhaltet unter anderem zwei Mehrzweckräume mit flexiblen Wänden, die Sakristei, eine Küche, WC-Räume, Garderobe und viel Raum für das Gemeindeleben neben dem Gottesdienst. Zusammen sollen, die Eingangsfassade mit bodentiefen Fenstern und einer gläsernen Eingangstür, das über 100 Quadratmeter große und offene Foyer und ein Vorplatz zur Friedrich-Ebert-Straße zum Hereinkommen und Verweilen einladen.

Es bleibt natürlich Geschmackssache, ob der Baustil, die äußere und innere Gestaltung mit der besonderen Fassade und dem schlichten Sakralraum gefällt – denn über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Letztlich gilt aber, dass nicht das Gebäude die Gemeinde ausmacht, sondern die Menschen, die Teil der Gemeinde sind. Die Pinneberger Gemeindemitglieder verfolgen den Kirchenneubau mit unterschiedlichen Erwartungen. 

Falls auch Sie gerne den Baufortschritt miterleben wollen, schauen Sie doch gerne mal in unserem aktuellen Bautagebuch vorbei oder machen Sie sich selbst einen Eindruck im virtuellen Rundgang durch den Rohbau.

 

Dieser Bericht entstand mit freundlicher Unterstützung durch die Bauabteilung der Hauptverwaltung der Neuapostolischen Kirche Nord- & Ostdeutschland.

Autor: M. Mischko & J. Jendral
Bilder & Grafiken: Gottfried Fink - Architekt